Auf einen Blick
- All-Risk-Deckung = alles versichert, was nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist
- Gegenteil: Benannte Gefahren (nur aufgezählte Risiken sind versichert)
- Aufpreis gegenüber benannten Gefahren: ca. 15–40 % je nach Versicherungsart
- Beweislast liegt beim Versicherer (er muss den Ausschluss nachweisen)
- Besonders sinnvoll bei hochwertiger Ausstattung und vielfältigen Risiken
Was ist eine All-Risk-Deckung?
Eine All-Risk-Deckung – auch Allgefahrendeckung oder Allrisikoversicherung genannt – ist ein Versicherungsprinzip, bei dem grundsätzlich jeder Schaden versichert ist, solange er nicht ausdrücklich im Vertrag ausgeschlossen wird. Das klingt zunächst nach einem kleinen Unterschied zur normalen Versicherung. In der Praxis ist es ein grundlegend anderer Ansatz.
Bei einer klassischen Versicherung nach benannten Gefahren steht im Vertrag eine Liste mit Risiken: Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser, Sturm. Nur wenn einer dieser genannten Fälle eintritt, zahlt die Versicherung. Fällt dir ein schweres Werkzeug auf ein teures Gerät und Ungeschicklichkeit steht nicht in der Liste? Dann hast du Pech gehabt.
Bei der All-Risk-Deckung dreht sich das Prinzip um. Der Vertrag listet nicht auf, was versichert ist, sondern was ausgeschlossen ist. Alles andere ist automatisch gedeckt. Dein Werkzeug fällt auf das Gerät? Versichert – sofern Ungeschicklichkeit nicht explizit im Ausschlusskatalog steht. Und das tut sie in der Regel nicht.
Der entscheidende Vorteil: Du musst nicht bei jedem Schaden prüfen, ob genau diese Ursache in deinem Vertrag aufgeführt ist. Du musst nur prüfen, ob sie ausgeschlossen ist. Das ist ein deutlich kürzerer Katalog.
Benannte Gefahren vs. All-Risk-Deckung
Um den Unterschied wirklich zu verstehen, hilft ein direkter Vergleich. Beide Deckungsformen schützen dein Gewerbe – aber auf grundlegend verschiedene Weise.
| Merkmal | Benannte Gefahren | All-Risk-Deckung |
|---|---|---|
| Prinzip | Nur aufgezählte Risiken sind versichert | Alles versichert außer den Ausschlüssen |
| Beweislast | Du musst beweisen, dass ein benanntes Ereignis eingetreten ist | Versicherer muss beweisen, dass ein Ausschluss greift |
| Schutzumfang | Begrenzt auf die genannten Gefahren | Breit – auch unbekannte oder ungewöhnliche Schäden |
| Lücken | Alles was nicht aufgezählt ist, ist nicht versichert | Lücken nur bei explizit genannten Ausschlüssen |
| Kosten | Günstiger (weniger Risiko für den Versicherer) | 15–40 % teurer als benannte Gefahren |
| Typisch für | Standard-Inhaltsversicherung, Feuerversicherung | Elektronikversicherung, Maschinenversicherung, Transportversicherung |
Ein Beispiel verdeutlicht den Unterschied: In deiner Werkstatt platzt im Winter ein Heizkörper und überschwemmt den Raum. Bei einer Versicherung mit benannten Gefahren prüfst du die Liste: Steht Leitungswasser drin? Ja? Dann zahlt die Versicherung. Steht es nicht drin? Kein Versicherungsschutz.
Bei der All-Risk-Deckung prüfst du den Ausschlusskatalog: Steht Leitungswasserschaden dort als Ausschluss? Nein? Dann ist der Schaden versichert. Du musst nicht einmal die genaue Schadensursache benennen. Es reicht, dass ein Schaden entstanden ist und kein Ausschluss greift.
Welche Versicherungen gibt es mit All-Risk-Deckung?
Nicht jede Gewerbeversicherung bietet eine All-Risk-Option an. Bei manchen Versicherungsarten ist die Allgefahrendeckung Standard, bei anderen optional zubuchbar und bei einigen gar nicht verfügbar.
Elektronikversicherung
Die Elektronikversicherung ist das Paradebeispiel für All-Risk. Sie versichert standardmäßig alle plötzlichen und unvorhergesehenen Schäden an deinen elektronischen Geräten – ob PC, Server, Kassensystem, Diagnosegerät oder Telefonanlage. Bedienungsfehler, Kurzschluss, Überspannung, Feuchtigkeit, Diebstahl: alles gedeckt.
Inhaltsversicherung
Die Inhaltsversicherung gibt es in beiden Varianten. Die Standard-Version deckt benannte Gefahren ab (Feuer, Einbruch, Leitungswasser, Sturm/Hagel). Viele Anbieter bieten zusätzlich eine erweiterte Deckung oder eine All-Risk-Variante an, die auch unbenannte Gefahren einschließt.
Maschinenversicherung
Die Maschinenversicherung für stationäre und mobile Maschinen arbeitet ebenfalls mit dem All-Risk-Prinzip. Sie schützt deine Produktionsmaschinen, Werkzeugmaschinen und sonstigen Betriebsmittel gegen praktisch alle Schäden – von Bedienerfehlern über Materialermüdung bis zu Sabotage.
Transportversicherung
Bei der Transportversicherung ist die All-Risk-Deckung weit verbreitet. Waren auf dem Transportweg sind vielfältigen Risiken ausgesetzt: Umkippen, Fallenlassen, Diebstahl, Feuchtigkeit, Temperaturschwänkungen. Eine Aufzählung aller möglichen Gefahren wäre kaum machbar. Deshalb hat sich hier das All-Risk-Prinzip als Standard durchgesetzt.
| Versicherungsart | All-Risk verfügbar? | Standard oder Zusatz? |
|---|---|---|
| Elektronikversicherung | Ja | Standard (immer All-Risk) |
| Maschinenversicherung | Ja | Standard (immer All-Risk) |
| Transportversicherung | Ja | Standard (häufigste Variante) |
| Inhaltsversicherung | Ja | Optional (Upgrade von benannten Gefahren) |
| Montageversicherung | Ja | Standard |
| Bauleistungsversicherung | Ja | Standard |
Vorteile der Allgefahrendeckung
Die All-Risk-Deckung bietet gegenüber benannten Gefahren drei wesentliche Vorteile, die in der Praxis einen echten Unterschied machen.
1. Umkehr der Beweislast
Das ist der größte Vorteil. Bei benannten Gefahren musst du als Versicherungsnehmer nachweisen, dass genau ein bestimmtes Ereignis eingetreten ist. War es Feuer? War es Einbruch? Wenn du es nicht eindeutig belegen kannst, hast du ein Problem.
Bei der All-Risk-Deckung dreht sich das um: Du musst nur zeigen, dass ein Schaden entstanden ist. Der Versicherer muss dann beweisen, dass ein Ausschluss greift. Kann er das nicht, zahlt er. Das klingt nach einem kleinen Detail, aber im Schadensfall kann diese Umkehr der Beweislast tausende Euro wert sein.
2. Schutz vor unbekannten Risiken
Du kannst nicht jedes Risiko vorhersehen. Ein Wasserrohrbruch im Nachbargebäude, das in deinen Keller läuft. Ein umstürzender Baum bei einem ungewöhnlichen Wetterphänomen. Eine chemische Reaktion zwischen zwei eigentlich harmlosen Stoffen in deinem Lager. All diese Szenarien stehen selten in einer Liste benannter Gefahren – aber sie passieren.
Die All-Risk-Deckung fängt genau solche Fälle auf. Du brauchst nicht für jedes erdenkliche Szenario einen eigenen Baustein. Der Schutz ist breit angelegt und greift auch bei Risiken, an die bei Vertragsabschluss niemand gedacht hat.
3. Weniger Streitpotenzial im Schadensfall
Bei benannten Gefahren entstehen häufig Diskussionen: War der Schaden durch Leitungswasser oder durch Feuchtigkeit verursacht? Ist ein aufgebrochenes Fenster Einbruchdiebstahl oder Vandalismus? Diese Abgrenzungsfragen führen regelmäßig zu verzögerten Regulierungen und im schlimmsten Fall zu Ablehnungen.
Bei der All-Risk-Deckung sind diese Diskussionen selten. Solange kein Ausschluss greift, ist der Schaden versichert – unabhängig von der genauen Ursache. Das beschleunigt die Schadensregulierung und reduziert den Stressfaktor.
Nachteile und Einschränkungen
Die All-Risk-Deckung ist kein Rundum-Sorglos-Paket. Es gibt echte Nachteile, die du vor der Entscheidung kennen solltest.
Höhere Prämie
Der offensichtlichste Nachteil: All-Risk kostet mehr. Der Aufpreis liegt je nach Versicherungsart und Branche bei 15 bis 40 Prozent gegenüber einer Police mit benannten Gefahren. Bei einem kleinen Betrieb mit überschaubaren Risiken kann die günstigere Standarddeckung ausreichen. Mehr dazu im Abschnitt Kosten.
Ausschlüsse bestehen trotzdem
All-Risk heißt nicht grenzenlos. Jede All-Risk-Police hat einen Ausschlusskatalog. Und dieser Katalog kann umfangreich sein. Manche Versicherer formulieren ihre Ausschlüsse so breit, dass der praktische Unterschied zur benannten Gefahrendeckung kleiner ausfällt als erwartet. Deshalb gilt: Den Ausschlusskatalog genau lesen, bevor du dich entscheidest.
Obliegenheiten müssen erfüllt sein
Auch bei All-Risk musst du deine Pflichten als Versicherungsnehmer erfüllen. Wenn du Sicherheitsvorschriften missachtest, Wartungen versäumst oder Auflagen ignorierst, kann der Versicherer die Leistung kürzen oder ganz verweigern. Das gilt für benannte Gefahren genauso, aber bei All-Risk ist der Punkt besonders wichtig: Der breite Schutz greift nur, wenn du deinen Teil der Vereinbarung einhältst.
Was ist trotz All-Risk nicht versichert?
Trotz des breiten Schutzumfangs gibt es Risiken, die bei praktisch jeder All-Risk-Police ausgeschlossen sind. Diese Ausschlüsse sind branchenunabhängig und gelten als Marktstandard.
Standardausschlüsse bei All-Risk-Policen
- Vorsatz: Schäden, die du absichtlich verursachst, sind nie versichert. Das gilt für jede Versicherung.
- Krieg und innere Unruhen: Schäden durch kriegsähnliche Ereignisse, Aufstände oder Bürgerkrieg.
- Kernenergie: Schäden durch nukleare Strahlung oder radioaktive Kontamination.
- Normaler Verschleiß und Alterung: Dein 15 Jahre alter Drucker gibt den Geist auf? Das ist Verschleiß, kein Versicherungsfall. All-Risk schützt vor plötzlichen, unvorhergesehenen Schäden – nicht vor Abnutzung.
- Bekannte Mängel bei Vertragsschluss: Wusstest du beim Abschluss, dass dein Dach undicht ist? Dann ist der daraus entstehende Schaden nicht versichert.
- Erdbeben: In den meisten Policen standardmäßig ausgeschlossen, aber oft gegen Zuschlag versicherbar.
- Nicht ordnungsgemäße Wartung: Wenn du vorgeschriebene Wartungsintervalle ignorierst und dadurch ein Schaden entsteht, kann der Versicherer die Leistung verweigern.
Branchenspezifische Ausschlüsse
Zusätzlich zu den Standardausschlüssen kann dein Vertrag branchenspezifische Ausschlüsse enthalten. Ein paar Beispiele:
- Gastro: Schäden durch Ungütung (Verderb von Lebensmitteln ohne äußere Ursache)
- Handwerk: Schäden durch Probebetrieb oder planmäßige Überholung
- IT: Schäden durch Software-Fehler (oft nur in der Cyberversicherung abgedeckt)
- Handel: Schäden durch Inventurdifferenzen (Schwund ohne erkennbare Ursache)
Der Ausschlusskatalog ist das Herzstück jeder All-Risk-Police. Je kürzer er ist, desto breiter ist dein Schutz. Vergleiche deshalb nicht nur die Prämien, sondern vor allem die Ausschlüsse verschiedener Anbieter.
Für wen lohnt sich eine All-Risk-Deckung?
Eine All-Risk-Deckung ist nicht für jeden Betrieb die richtige Wahl. In manchen Fällen reicht die günstigere Deckung nach benannten Gefahren völlig aus. In anderen Fällen ist der Aufpreis gut investiertes Geld.
All-Risk lohnt sich für dich, wenn…
- Dein Betrieb viele verschiedene Risiken hat: Je vielfältiger die Gefahren, desto schwieriger ist es, alle in einer Liste benannter Gefahren abzubilden. Ein Restaurant hat Feuer-, Wasser-, Bruch-, Diebstahl- und Haftungsrisiken gleichzeitig.
- Du hochwertige Ausstattung hast: Teure Maschinen, empfindliche Elektronik oder spezialisierte Werkzeuge rechtfertigen den breiteren Schutz. Ein Schaden an einem CNC-Fräser kann schnell 50.000 Euro kosten.
- Dein Betrieb schwer einschätzbare Risiken hat: Arbeitest du mit ungewöhnlichen Materialien, neuen Technologien oder in besonderen Umgebungen? Dann sind klassische Gefahrenlisten oft unvollständig.
- Du im Schadensfall keinen Streit riskieren willst: Die Beweislastumkehr und der breitere Schutzumfang reduzieren das Risiko, dass dein Versicherer einen Schaden ablehnt.
All-Risk ist weniger sinnvoll, wenn…
- Dein Betrieb überschaubare, klar definierte Risiken hat: Ein reines Büro mit Standard-IT hat vorhersehbare Risiken (Feuer, Einbruch, Leitungswasser). Dafür reichen benannte Gefahren.
- Dein Inventar überschaubar ist: Bei einem Warenwert unter 10.000 Euro ist der Aufpreis für All-Risk möglicherweise höher als der zusätzliche Schutz wert ist.
- Dein Budget knapp ist: Lieber eine solide Deckung mit benannten Gefahren als eine Unterversicherung bei der All-Risk-Variante, weil du an der Versicherungssumme sparst.
Branchen-Beispiele
| Branche | All-Risk empfohlen? | Begründung |
|---|---|---|
| IT-Dienstleister | Ja | Teure Elektronik, vielfältige Risiken (Wasser, Staub, Überspannung, Bedienungsfehler) |
| Handwerksbetrieb | Ja | Teure Maschinen, Unfall- und Bedienfehlerrisiko, schwer kalkulierbare Gefahren |
| Gastronomie | Ja | Vielfältige Risiken (Küchengeräte, Kühlung, Feuer, Wasser, Bruch) |
| Einzelhandel (großes Lager) | Ja | Hoher Warenwert, Transport- und Lagerrisiken |
| Reines Büro | Eher nein | Überschaubare, vorhersehbare Risiken |
| Freiberufler (Heimbüro) | Eher nein | Geringer Inventarwert, wenige Risiken |
Kosten: Was kostet der Aufpreis?
Die zentrale Frage: Was kostet der Mehrschutz einer All-Risk-Deckung tatsächlich? Der Aufpreis hängt von der Versicherungsart, deiner Branche und dem Wert deines Inventars ab. Hier ein realistischer Überblick. Die genauen Kosten deiner Gewerbeversicherung kannst du mit einem Vergleich ermitteln.
Typische Aufpreise im Vergleich
| Versicherungsart | Beitrag (benannte Gefahren) | Beitrag (All-Risk) | Aufpreis |
|---|---|---|---|
| Inhaltsversicherung (50.000 € VS) | ca. 350–500 €/Jahr | ca. 430–650 €/Jahr | +20–30 % |
| Inhaltsversicherung (150.000 € VS) | ca. 600–900 €/Jahr | ca. 750–1.150 €/Jahr | +20–30 % |
| Elektronikversicherung | Immer All-Risk (kein Aufpreis, da kein Vergleich möglich) | ||
| Maschinenversicherung | Immer All-Risk (kein Aufpreis, da kein Vergleich möglich) | ||
Ein konkretes Rechenbeispiel: Du betreibst einen Handwerksbetrieb mit Maschinen und Werkzeugen im Wert von 80.000 Euro. Deine Inhaltsversicherung mit benannten Gefahren kostet 450 Euro pro Jahr. Die All-Risk-Variante kostet 570 Euro pro Jahr – also 120 Euro Aufpreis. Das sind 10 Euro pro Monat für einen deutlich breiteren Schutz.
Jetzt die Gegenfrage: Was kostet dich ein Schaden, der bei benannten Gefahren nicht versichert wäre? Wenn ein Mitarbeiter eine Maschine durch einen Bedienungsfehler beschädigt und der Schaden 5.000 Euro beträgt, hättest du bei benannten Gefahren nichts bekommen. Bei All-Risk wird der Schaden reguliert. Die 120 Euro Aufpreis pro Jahr haben sich in diesem Fall sofort über Jahrzehnte hinweg amortisiert.
Ob sich der Aufpreis lohnt, hängt von deinem individuellen Risikoprofil ab. Als Faustregel gilt: Wenn der Wert deines Betriebsinventars 30.000 Euro übersteigt oder du mit schwer kalkulierbaren Risiken arbeitest, ist der Aufpreis für All-Risk in den meisten Fällen gut investiertes Geld. Im Vergleichsrechner kannst du beide Varianten direkt gegenüberstellen.
Fazit: All-Risk-Deckung auf einen Blick
- Prinzip: Alles versichert, was nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist
- Größter Vorteil: Beweislast liegt beim Versicherer, nicht bei dir
- Aufpreis: 15–40 % gegenüber benannten Gefahren
- Besonders sinnvoll: Hochwertige Ausstattung, vielfältige Risiken, schwer kalkulierbare Gefahren
- Achtung: Ausschlusskatalog genau lesen – nicht alles ist versichert
- Nächster Schritt: Tarife vergleichen und All-Risk-Optionen prüfen
Häufige Fragen zur All-Risk-Deckung
Eine All-Risk-Deckung (auch Allgefahrendeckung) versichert grundsätzlich alle Schäden, die nicht ausdrücklich im Vertrag ausgeschlossen sind. Im Gegensatz zur klassischen Deckung nach benannten Gefahren musst du nicht beweisen, dass ein bestimmtes Ereignis eingetreten ist. Alles was nicht im Ausschlusskatalog steht, ist automatisch versichert.
Bei benannten Gefahren zählt der Versicherungsvertrag einzelne Risiken auf, z.B. Feuer, Einbruch, Leitungswasser. Nur diese Schäden sind versichert. Bei einer All-Risk-Deckung dreht sich das Prinzip um: Alles ist versichert, außer was ausdrücklich ausgeschlossen wird. Die All-Risk-Variante bietet damit einen deutlich breiteren Schutz.
Der Aufpreis für eine All-Risk-Deckung gegenüber einer Deckung nach benannten Gefahren liegt je nach Versicherungsart und Branche bei 15 bis 40 Prozent. Bei einer Inhaltsversicherung mit 400 Euro Jahresbeitrag (benannte Gefahren) würde die All-Risk-Variante etwa 480 bis 560 Euro pro Jahr kosten.
Auch bei einer All-Risk-Deckung gibt es Ausschlüsse. Typischerweise nicht versichert sind: Vorsatz, Krieg und innere Unruhen, Kernenergie, normaler Verschleiß und Alterung, bekannte Mängel bei Vertragsschluss, Erdbeben (oft nur gegen Zuschlag) sowie Schäden durch nicht ordnungsgemäße Wartung.
Eine All-Risk-Deckung lohnt sich besonders für Betriebe mit hochwertiger Ausstattung, vielfältigen Risiken oder schwer einschätzbaren Gefahren. Typische Beispiele: IT-Unternehmen, Handwerksbetriebe mit teuren Maschinen, Gastronomen, Einzelhändler mit großem Warenlager und Dienstleister mit empfindlicher Elektronik.